Das Autobatterie Ladegerät erklärt

Sie kennen das sicher, immer zu den unmöglichsten Zeitpunkten ist die Autobatterie leer. Am Morgen, wenn Sie schnell zur Arbeit müssen, oder im Winter wenn man sich nach getaner Arbeit auf das warme Auto freut. Gerade bei älteren Autos hält die Batterie nicht mehr so viel aus und macht ständig Probleme. Bedingt durch meine Leidenschaft für Oldtimer, hatte ich diese Probleme auch. Ich wollte mir also ein Autobatterie Ladegerät kaufen, doch wusste ich nicht welches der vielen Modelle das richtige für mich ist. So habe ich mich durch mehrere Testberichte gelesen und habe einen Bekannten Automechaniker gefragt, der mir wichtige Tipps geben konnte. Diese Informationen habe ich für Sie auf dieser und den anderen Seiten hier, zusammengetragen. Auf dieser Seite erkläre ich noch kurz die wichtigsten Begriffe, die einem bei der Suche nach Batterieladegeräten immer wieder begegnen. Versteht man die nicht so ist man ziemlich verloren bei den vielen Autobatterie Ladegerät Angeboten. Auf den anderen Unterseiten können Sie sich dann Tests zu den verschiedenen Autobatterie Ladegeräten ansehen.

Begriffe zum Autobatterie Ladegerät:

Diese Begriffe begegnen Ihnen immer wieder bei der Suche nach dem passenden Batterieladegerät. Sollten Sie einen Begriff vermissen schauen Sie einfach auf die Startseite, dort werden zum Teil Begriffe erklärt die hier nicht vorkommen. Sollten Sie dennoch Fragen haben schreiben Sie mir einfach über das Kontaktformular.

Sulfat Behandlung oder Desulfatierung:

Bei den meisten Autobatterien handelt es sich um Bleiakkus. Ein Bleiakku besteht aus Bleiplatten die in Schwefelsäure getaucht sind. Das Sulfat in der Schwefelsäure reagiert mit den Bleiplatten und überzieht diese. Durch zu viel Sulfat auf den Platten, verliert die Autobatterie an Leistung. Durch pulsierenden Strom aus dem Autobatterie Ladegerät kann das Sulfat wieder entfernt werden und die Batterie bekommt wieder die volle Kapazität zurück. Wird das Auto wenig gefahren ist die Sulfatschicht die häufigste Ursache für den Ausfall der Autobatterie.

Bauweisen des Bleiakkus:

Manchmal verwirrt einen der Hersteller mit Angaben wie: geeignet für AGM Batterien, VRLA oder Gel Batterien. In den meisten Fällen handelt es sich um verschiedene Varianten des Bleiakkus, der eigentlich in jedem Auto zu finden ist. Theoretisch wird also jedes Ladegerät bei ihrem Wagen funktionieren, wenn es als Autobatterie Ladegerät angeboten wird.

Geschlossene Bauweise VRLA:

Der Akku ist zugeschweißt. Nur durch das Überdruckventil (VRLA) kann Luft nach außen. Im Gegensatz zur offenen Bauweise kann man kein Wasser nachfüllen. Man muss es aber auch nicht. Außerdem tritt viel weniger Gas aus. Beim Laden mit zu hoher Spannung kann der Akku überhitzen und kaputt gehen.

AGM (Absorbent Glass Mat):

Der Akku ist verschlossen. Die Schwefelsäure ist in einem Flies aus Glasfasern gebunden. Dadurch wird das Auslaufen der Säure bei starkem Kippen verhindert. Anwendungsbereiche sind Boote, Autos mit Start-Stopp Funktion und Elektrofahrzeuge. Die Bezeichnung am Markt ist VRLA-AGM.

Gel Akku oder Silicium Gel Akku:

Hier wird die Schwefelsäure mit Kieselsäure gebunden. Dieser Akku ist komplett verschlossen. Man kann keine Säure nachfüllen. Durch diese Bauform findet er sich oft in Motorrädern oder Rollern. Eine andere Bezeichnung ist SLA Akku.

Blei-Calcium Akku:

Meist sind das geschlossene Akkus in denen keine reinen Bleiplatten zu finden sind, sondern welche aus einer Calcium-Blei Legierung. Das verhindert einen zu hohen Wasserverbrauch. Wassernachfüllen ist also nicht mehr nötig.

MF:

Es handelt sich hier um einen wartungsfreien Akku (Maintenance free). Wartungsfrei heiß hier nur das die Batterie nicht mehr mit Wasser nachgefüllt werden muss. Von Zeit zu Zeit muss man die Batterie dennoch mit einem Autobatterie Ladegerät laden.

IUoU-Ladeverfahren

Es handelt sich hier um die gängigste Lademethode. Wenn Sie sich näher informieren möchten, kann ich Ihnen den Artikel über die verschiedenen Ladeverfahren empfehlen.

IP 65:

Hier handelt es sich um eine internationale Schutzart (International Protection). Die erste Zahl gibt den „Schutzgrad“ gegen das Eindringen fester Körper an. Die zweite Zahl den „Schutzgrad“ gegen eindringendes Wasser. Die Zahl 65 bedeutet also höchster Schutz vor Staub und mittlerer Schutz vor Spritzwasser.

Puls Laderhaltung:

Die Erhaltungsladung tritt gepulst auf. Das heißt nach dem Laden wird dem automatischen Entladen der Batterie entgegen gewirkt, indem weiterhin Strom zugeführt wird. Dieser wird aber für kurze Zeit immer wieder Unterbrochen(„pulsen“). Es sollen so Kurzschlüsse innerhalb der Batterie verhindert werden.

Rückstrom:

Das ist der Strom, den ein Autobatterie Ladegerät von der Batterie verbraucht, wenn es nicht am Stromnetz angeschlossen ist. Bei den meisten Geräten beträgt er 1 bis 3 mA (Milli Ampere). Bei einem Rückstrom von 1,3mA würde die Batterie in einem Monat 1Ah an Kapazität verlieren.

Akkukapazität:

Die meisten Bleiakkus haben Kapazitäten zwischen 50 und 100Ah. Beim Kauf eines Autobatterie Ladegeräts sollten sie darauf achten, dass dieses für die Kapazität der Batterie ausgelegt ist.

Starthilfefunktion oder Starthilfeladung:

Das Autobatterie Ladegerät hat Strom gespeichert, mit dem Sie in Notfällen ihr Auto ohne ein zweites Auto „Fremdstarten“ können.

Rauschwert:

Ist der Rauschwert zu hoch wird die Batterie erwärmt. Die Lebensdauer der Batterie verkürzt sich so. Außerdem können an die Batterie angeschlossene elektronische Bauteile beschädigt werden.